Die Hundeerziehung



Regeln sind wichtig für jedermann, auch wenn sie manchmal ein wenig stören. Trotzdem haben manche Regel auch einen sinnvollen Hintergrund. Oft lernen wir Regeln von unseren Eltern oder anderen Respektspersonen, ohne genau zu hinterfragen warum das so sein muss. Das wir meist gar keine Antwort darauf haben, wenn uns jemand fragt, warum manche Regeln so sind wie sie sind, wird uns erst dann klar, sobald man kleinen Kindern etwas verbietet, wie z.B. „Man spielt nicht mit dem Essen“. Dann kommen Fragen „Wieso?“. Oft werden uns solche Regeln einfach von klein auf beigebracht & wir übernehmen sie einfach, ohne weiter Fragen zu stellen.

Nicht nur bei Kindern, sondern auch in der Hundeerziehung, sollte jeder Hundehalter seine Regeln genau hinterfragen. Natürlich sollte es Regeln geben, denn ohne wird der Hund dir auf der Nase herum Tanzen.

Regeln zeigen dem Vierbeiner dass, das Herrchen/Frauchen alles im Griff hat & geben ihm zusätzlich ein Sicherheitsgefühl. Oft machen Hundehalter den Fehler & treiben die Hundeerziehung bis zum höchsten Maße.

Es gibt 2 Arten von Fehlern in der Hundeerziehung, die viele Hundehalter machen!

1. Zu wenig Regeln

Diese Erziehung des Hundes, kann in die Hose gehen, muss aber nicht. Mit etwas Glück ist der Hund von Natur aus gehorsam & weiß was man darf & was nicht.

2. Zu viele Regeln

Der Hund darf nichts & wird rund um die Uhr wie ein Häftling überwacht. Das ist natürlich nicht der Sinn der Sache & macht nicht nur dem Hund ziemlichen Stress. Auch wenn es vom Hundehalter nicht Böse gemeint ist, sollten die Regeln dem Hund einen gewissen Freiraum bieten, sodass der Hund auch ein artgerechtes Leben führen kann.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man über die Regeln in der Hundeerziehung nachdenkt. Welche Regeln sind nötig & welche nicht. Es ist besser wenn der Hund 6 Regeln hat, wo er auch weiß, was sie bedeuten, anstatt 60 Regeln, wo nicht mal der Hundehalter weiß, wozu diese eigentlich dienen. Jeder sollte für sich entscheiden, welche Regeln richtig sind & welche nicht. Wenn der Hund deiner Nachbarn nicht auf die Couch darf & du es für dich als nicht schlimm empfindest, wenn dein Vierbeiner sich einen Platz auf der Couch sichert, kannst du ihn ja lassen.

Solltest du dagegen sein, dass dein Hund auf der Couch liegt, ist das überhaupt gar kein Problem, denn auch ohne einen Platz auf der Couch wird er sich wohlfühlen. Gebe ihm eine Alternative, ein großes Hundekissen wo er sich beim Fernseher schauen drauf legen kann.

Sollte er sich aber trotzdem auf die Couch setzen, ohne dein Einverständnis, musst du schauen, ob die ihn ohne Probleme von der Couch wieder runter kriegst. Bellt, knurrt oder zickt er rum? Wenn ja, dann solltest du eine klare Regel aufstellen.

Bevor man in der Hundeerziehung Regeln festlegt, sollte man den Charakter des Hundes genauer unter die Lupe nehmen, denn nicht jeder Hund möchte direkt Diktator spielen. Vielleicht gefällt es ihm einfach auf der Couch & er geht aber trotzdem ohne Wiederworte auf den Boden, wenn du es sagst. In der Hundeerziehung sind genug Freiheiten für den Hund enorm wichtig, denn was bringt dir eine Regel, die du eigentlich nicht so schlimm findest? Richtig, nichts! Sie ist überflüssig & schränkt nur noch mehr ein. Regeln sind dazu da, um dem Hund das Sicherheitsgefühl zu bieten, das er braucht & nicht um ihn immer mehr einzuschränken.



Welche Regeln empfindest du als richtig?

Wenn du dir mal alle Regeln anschaust, die du deinem Hund gibst oder geben möchtest, ist jede einzelne davon sinnvoll? Hast du vielleicht mal irgendwo gesehen, dass jemand seinem Hund etwas verboten hat, wo du dir denkst „Ist doch gar nicht so schlimm!“ & diese Regeln trotzdem übernimmst, nur weil ein anderer das gemacht hat? Wenn du dir wirklich sicher sein möchtest, dass du es mit den Regeln nicht übertreibst, musst du darüber nachdenken, ob du deinem Hund bestimmte Regeln gegeben hast, nur weil du ihm zeigen möchtest „Ich bin der Boss“ oder sind die Regeln wirklich sinnvoll?

Vielleicht denkst du dir auch „Oh, ich habe ja viel zu wenige Regeln für meinen kleinen Vierbeiner“. Solltest du wenige Regeln haben, der Hund hört aber trotzdem auf dich, ohne sich zu wehren, ist alles super & du brauchst dir keinen Kopf zu machen. Wenn er sich aber quer stellt & einfach nicht macht was du sagst, musst du klare Regeln aufstellen & ihm zeigen wo es lang geht (Natürlich ohne Gewalt).

Sollte dein Hund etwas falsch machen, verbiete es ihm im freundlichen Ton & mecker ihn nicht direkt an. Nur weil es „Regel“ heißt, bedeutet das nicht, dass du direkt anfängst lauter zu werden & den Geduldsfaden verlieren musst. Bleibe ruhig & setze die Einhaltung der Regel trotzdem durch, denn wenn du einen angenehmen fordernden Ton hast, wird dein Hund lernfähiger & wird sich an die Regeln halten.

In der Hundeerziehung ist es wichtig, dass dein Hund die Regeln versteht & weiß was damit gemeint ist. Er muss direkt verstehen können, was du von ihm willst. Hunde sind individuell, genau wie Menschen. Einer versteht es früher & der andere etwas später.

Beispiel 1:

Du möchtest nicht, dass dein Hund mit dir in einem Bett schläft. Also zeigst du ihm, dass er es nicht darf & mit Sicherheit wird er diese Regel schnell anerkennen. Gebe ihm also eine Alternative, wo er schlafen & sich wohl fühlen kann. Eine Decke, ein Hundekissen wie auch immer.

Beispiel 2:

Du möchtest nicht, dass dein Hund mit dir in einem Bett schläft, außer es ist liegt eine Decke oder ein Handtuch drauf. Nun ist das Problem, dass es schwer wird für den Hund zu verstehen Bett=Nein, aber Bett+Decke=Ja.

Da kommt es meist auf den Hund drauf an, denn nicht jeder kann solche Unterschiede direkt erkennen. Sobald du anfängst deinem Hund Regeln beizubringen, solltest du nicht von Anfang an zu perfektionistisch sein, denn es ist ganz normal das er Fehler macht. Wenn er erst einmal eine Regel verstanden hat & weiß was du von ihm willst, kannst du anfangen die Ausübung der Regel ein wenig zu verbessern.

Solltest du aber merken, dass dein Hund mit einer Regel etwas zu überfordert wirkt, wie z.B. Bett=Nein, aber Bett+Decke=Ja, dann schicke ihn wieder runter vom Bett.



Geduld in der Hundeerziehung!

Wir Menschen haben auch manchmal das Problem, wenn wir etwas lernen müssen, es sich aber irgendwie nicht einprägt. Deshalb solltest du dich mal in die Lage des Hundes versetzen, denn auch ihm fallen manche Sachen halt schwer. Wenn dein Hund eine Regel lernt, soll er das mit Spaß in Verbindung bringen & nicht mit einer negativen Erinnerung. Gestalte die Hundeerziehung also so, dass es ihm Spaß macht & im besten Falle auch noch leicht fällt. Gehe lieber mehrere kleinere Schritte anstatt 3 große.

Wo soll ich den meinen Hund erziehen? Zuhause ? Im Park?

Die Umgebung in der wir uns befinden, die Tageszeit & das körperliche Wohlbefinden beeinflussen unser Lernverhalten. Wenn dein Hund gerade mit vielen anderen Hunden am rum turnen ist, wird es schwer ihm eine neue Regel beizubringen oder wenn er müde & überlastet ist, solltest du ihn besser seine Ruhe lassen.

Wenn du in der Hundeerziehung Erfolg haben möchtest, ist es verdammt wichtig ein positives Arbeitsklima zu schaffen, denn es gibt so viele Kleinigkeiten die einen ablenken & stören könnten. Die Umgebung spielt eine entscheidende Rolle & das musst dir bewusst sein.

Du bist Rudelführer, Trainer & Erziehungsberechtigter zur gleichen Zeit. Dein Hund wird alles von dir lernen & deshalb ist es wichtig das auch du gut gelaunt bist & Spaß an der Hundeerziehung hast. Es ist nicht so leicht seinen Hund zu erziehen, weil man selber erst viel lernen muss.

Aus diesem Grund kann ich dir guten Herzens den Hundetrainings Kurs von Johanna Esser empfehlen. Sie ist eine renommierte & überaus erfahrene Hundetrainerin, von der du alles lernen wirst, was du in der Hundeerziehung benötigst. In über 50 Videos zeigt sie dir Schritt für Schritt den Weg zum optimalen Begleiter.

3 Hundeerziehungs Tips!

1. Bevor du anfängst deinen Hund an Regeln zu gewöhnen, muss das Training gut vorbereitet & durchdacht sein. Halte dir dein Vorher-Nachher Ziel vor Augen, denn nur wenn du weißt wo du hin willst, wirst du Erfolg haben. Definiere dein Ziel klar & deutlich.

2. Wenn du deinen Hund trainieren möchtest, du aber unter Zeitdruck stehst oder anderem Stress an der Backe hast, sind das keine guten Vorraussetzungen für ein erfolgreiches Training. Manchmal kann es auch vorkommen, dass der Stress auch erst mitten im Training auftaucht & du genervt bist, da der gewünschte Erfolg noch nicht da ist. Sollte es so sein, brecht das Training ab & ruht euch aus.

3. Damit das Training dir & deinem Vierbeiner Spaß macht, muss genügend Motivation vorhanden sein. Manchmal gibt es Tage an denen der Hund das perfekte Training absolviert & gerade dann darfst du als Trainer nicht übertreiben. Lasse ihn nicht immer wieder die gleiche Übung ausführen, denn genau dann verliert er die Motivation & das Spaß am Training. Er fühlt sich gezwungen weiter zumachen & bringt das Training mit einem negativen Gedanken in Verbindung.

Um langfristigen Erfolg bei der Hundeerziehung garantieren zu können, sind mehrere kürzere Trainingseinheiten bestens geeignet, anstatt eine lange. Erstrecht bei Welpen ist das Training meist eine komplizierte Sache. Dazu habe ich auch einen Beitrag verfasst, an dem du dich gerne orientieren kannst

Die effektive Hundeerziehung!

Hunde sind sehr neugierige Tiere & lieben es zu lernen. Um bei der Hundeerziehung aber Erfolg zu haben, müssen die Trainingseinheiten an die geistigen & körperlichen Fähigkeiten deines Hundes angepasst werden.



Die Gesundheit

Geht es deinem Hund nicht gut? Ist er irgendwo verletzt oder ist einfach nur krank? Dann solltest du darauf acht nehmen & ihn nicht zu sehr überfordern. Das Training kann natürlich auch ausfallen, da die Gesundheit an erster Stelle steht. Wenn deine Hündin läufig ist, kann es sein, dass sich das auch auf das Training auswirkt. Der richtige Zeitpunkt!

Wenn du regelmäßig Sport treibst oder anderen anstrengenden Hobbys nachgehst & dein Hund dich begleitet & die selbe Tätigkeit ausübt wie du, solltest du ihn vor dem Training erst einmal eine Pause machen lassen. Ein weiterer sehr wichtiger Tip ist, trainiere vor dem Essen, da er so leichter zum Ziel zu führen ist.

Faktoren die das Training beeinflussen!

Natürlich spielen auch körperliche Fähigkeiten eine große Rolle, denn der Körperbau & das Alter des Hundes beeinflussen das Training. Solche wichtigen Faktoren habe ich auch in meinem Buch „Hundetraining für Anfänger“ beschrieben, dass du dir rechts kostenlos herunterladen kannst.

Jetzt wo du weißt, worauf es beim Hundetraining ankommt, möchte ich dir nochmal den Hundetrainings Kurs von Johanna Esser ans herz legen. Sie ist nicht nur erfahrene Hundetrainerin, sondern auch erfolgreiche Buchautorin. In über 50 Videos wird sie dir zeigen, wie man seinen Vierbeiner Schritt für Schritt zum optimalen Begleiter erzieht. Du kannst noch heute starten & mit ihrer Hilfe wirst du schneller Erfolge sehen, als du glaubst.


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